Seit 13 Jahren wartet die Landwirtsfamilie Streeb aus dem Landkreis Rostock auf die Baugenehmigung für vier neue Hähnchenställe. Das Bauvorhaben sollte den bestehenden Betrieb mit Ackerbau und Schweinehaltung erweitern, liegt jedoch seit 2012 auf Eis.
Umweltschutz kontra Landwirtschaft: FFH-Gebiet bremst Stallbau aus
Ursprünglich wurde der Antrag bereits im Jahr 2010 gestellt. Zwei Jahre später erteilte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) die Genehmigung. Doch kurz nach Beginn der Erdarbeiten stoppte eine Beschwerde des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Projekt. Der Vorwurf lautete, dass eine Fläche im betroffenen Gebiet nicht ausreichend auf ihre ökologische Bedeutung geprüft worden sei – sie liegt innerhalb eines FFH-Schutzgebiets.
Im November 2012 wurde daraufhin per Erlass die Einstellung der Bauarbeiten verfügt. Seitdem beschäftigen sich Gerichte mit dem Fall. Die Familie investierte bislang rund 150.000 Euro in das Vorhaben, doch die Baufläche liegt weiterhin brach.
Hannes Streeb, der Enkel des Betriebsgründers, war beim Antrag 15 Jahre alt. Inzwischen hat er seine Ausbildung und sein Studium abgeschlossen und ist in den Betrieb eingestiegen. Die Familie betont, dass die geplante Hähnchenmast eine sinnvolle betriebliche Erweiterung darstellen würde und sie weiterhin an der Umsetzung festhält.
Genehmigungsverfahren in MV: Ein Fall von vielen?
Laut NDR sind lange Genehmigungsverfahren kein Einzelfall in Mecklenburg-Vorpommern. Zahlreiche Landwirte warten dort derzeit auf Entscheidungen für Stallneubauten. Der konkrete Ausgang im Fall der Familie Streeb bleibt weiterhin ungewiss.

































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