Die Ukraine nutzt die angespannte Lage auf dem EU-Eiermarkt konsequent aus. Hohe Preise und knappe Bestände treiben Exportmengen und Einnahmen im ersten Quartal 2026 deutlich nach oben.
Exporte legen kräftig zu
Die Ukraine hat ihre Eierexporte im ersten Quartal 2026 deutlich ausgeweitet. Von Januar bis März lieferten die Produzenten 579,5 Millionen Eier ins Ausland. Das entspricht einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Rund 75 Prozent der Ausfuhren gingen in die Europäische Union. Spanien nahm mit 26 Prozent den größten Anteil ab, gefolgt von Polen mit 11,7 Prozent. Auch Großbritannien und Israel zählten mit 13 beziehungsweise 8 Prozent zu den wichtigsten Märkten.
Einnahmen steigen deutlich schneller als Mengen
Die Exporterlöse wuchsen deutlich stärker als die Mengen. Ukrainische Anbieter erzielten im ersten Quartal Einnahmen von 66 Millionen US-Dollar (56 Millionen Euro). Das sind 74 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Hauptgrund sind die stark gestiegenen Preise auf dem internationalen Markt.
März bringt Rekordwerte
Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft im März 2026. In diesem Monat exportierten die Unternehmen 216 Millionen Eier – so viele wie seit fünf Jahren nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat stieg die Menge um 25 Prozent.
Auch die Einnahmen legten kräftig zu: Sie kletterten um 57 Prozent auf 24 Millionen US-Dollar (20 Millionen Euro).
EU bleibt wichtigster Absatzmarkt
Die Ukraine profitiert weiterhin vom Handelsabkommen mit der EU. Seit Oktober 2025 dürfen jährlich 18.000 Tonnen Eier zollfrei in die Gemeinschaft exportiert werden. Für zusätzliche Mengen fallen reguläre Zölle an.
Vogelgrippe verknappt Angebot in Europa
Die starke Nachfrage hängt eng mit der Lage in der EU zusammen. Ausbrüche der Vogelgrippe haben die Legehennenbestände im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Vor allem Freiland- und Bioeier sind knapp.
Zugleich kommt der Wiederaufbau der Bestände langsamer voran als erwartet. Das treibt die Preise nach oben – und eröffnet Exporteuren aus der Ukraine zusätzliche Chancen.






































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.