In Ahaus, mitten im westlichen Münsterland, hat die Firma Amshoff aha frisch-Ei ihren Sitz – ein Familienunternehmen mit über 114 Jahren Erfahrung im Eierhandel.
Seit 2005 arbeitet der Betrieb am heutigen Standort und zählt zu den großen Eierhändlern der Region. Der Schwerpunkt liegt auf dem Handel mit Frischeiern aus Vertragslandwirtschaft im Umkreis von rund 300 Kilometern.
Mehrmals pro Woche werden die Eier direkt von den Höfen abgeholt, in Ahaus sortiert, verpackt und anschließend an unterschiedlichste Kundengruppen ausgeliefert – vom Discounter und Lebensmitteleinzelhandel bis hin zur kleinen Bäckerei.
Das Sortiment umfasst Eier aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung sowie bunt gefärbte Eier, die über Partnerbetriebe verarbeitet werden.
Rund 50 Mitarbeitende kümmern sich täglich um Einkauf, Sortierung, Verpackung und Logistik.
Der eigene Fuhrpark sorgt dafür, dass die Ware frisch und zuverlässig bei den Kunden ankommt.
Im Produktionsbereich läuft die Sortierung vollautomatisch über eine moderne Anlage des niederländischen Herstellers MOBA, die seit 2016 im Einsatz ist.
Täglich werden hier etwa eine Million Eier verarbeitet. Nach dem Eintreffen im Wareneingang werden die Paletten depalettisiert, die Eier geprüft, gewogen und nach Güteklassen sortiert.
Neue Kameratechnologie
Ein technologisches Highlight ist die seit Anfang 2025 eingesetzte neue Kameratechnologie „Vision Shell Inspector“ von MOBA. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und Nahinfrarotlicht werden Risse in der Schale berührungslos erkannt. Neu ist zudem eine KI-basierte Wiegefunktion, die das Gewicht der Eier aus Bilddaten berechnet – präzise, verschleißfrei und ohne Wartungsaufwand.
Diese Innovation ersetzt langfristig die bisherigen mechanischen Wiegesysteme und soll so Kosten senken und die Effizienz erhöhen.
Nach der Qualitätskontrolle werden die Eier in gängige Verpackungseinheiten wie 6er-, 10er- oder 18er-Schachteln oder lose Lagen verpackt.
Robotertechnik unterstützt dabei das Palettieren und die anschließende Kommissionierung.
Im Versandlager wird die Ware schließlich für den täglichen Transport vorbereitet – per eigenem Lkw oder über Spediteure direkt oder in die Zentrallager der Kunden.
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