Nach Stallbrand: Tierrechtler zeigen Geflügelbetrieb an

01 August 2025
Deutschland
Polizei

Ende Juni brannte im niedersächsischen Bad Fallingbostel ein Geflügelstall ab. Die Organisation Aninova e.V. hat nun Anzeige gegen den Betrieb erstattet. Der Betrieb gab an, dass das Grundstück nach dem Brand mehrfach illegal betreten wurde und überlebende Tiere gestohlen wurden, unter anderem von Aninova.

Mehr als 10.000 Hühner befanden sich in dem Stall im niedersächsischen Landkreis Heidekreis, als dieser abbrannte. Laut Polizei konnten nur etwa 200 Tiere aus dem brennenden Stall entkommen.

Die Tierrechtsorganisation Aninova hatte sich nach dem Brand unerlaubt Zutritt zum Stall des Biobetriebes verschafft, wie der NDR berichtete. Sie warfen dem Betrieb vor, die überlebenden Tiere in dem abgebrannten Stall verwahrlosen lassen zu haben. Eine Sprecherin des Heidekreises sowie die Betreiber des Biobetriebs widersprachen dieser Darstellung. Das Veterinäramt sei mehrfach für Kontrollen vor Ort gewesen.

Ermittlungen laufen – Tiere gestohlen

Aninova wirft dem Betrieb in der Anzeige vor, die Tiere nach dem Brand nicht ausreichend versorgt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Verden hat Ermittlungen wegen eines Vergehens nach dem Tierschutzgesetz aufgenommen. Dem Sprecher der Staatsanwaltschaft zufolge wird zunächst die Partei, die Anzeige erstattet hat, vernommen. Diese soll darlegen, warum überhaupt eine Straftat in Betracht kommen soll. Davon würden dann weitere Schritte abhängen.

Die Halter der Tiere gaben an, dass das Grundstück nach dem Brand mehrfach illegal betreten worden sei. Dabei wurden bereits eingefangene sowie freilaufende überlebende Tiere gestohlen, unter anderem von Aninova. Auch dazu laufen Ermittlungen.

Land und Forst
Bild: Guntar Feldmann
Quelle: NDR

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