Gefälschte Eier-Stempel? Chef von belgischem Geflügelhof in U-Haft

28 Juni 2025
Belgien
Polizei, Handschellen

Ein belgischer Geflügelhof steht nach einem Salmonellenfund unter Verdacht, kontaminierte Eier trotz Verkaufsverbots in den Handel gebracht zu haben.

Wegen des Verdachts, mit Salmonellen belastete Eier verkauft zu haben, wurde der Geschäftsführer des belgischen Geflügelhofs 't Hennehof in Geel, kürzlich von der föderalen Kriminalpolizei festgenommen. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft Antwerpen steht die Verhaftung im Zusammenhang mit laufenden Ermittlungen zur Lebensmittelsicherheit.

Verkauf trotz Verbots: Eier gelangten offenbar in den Handel

Wie die Zeitung Het Nieuwsblad berichtet, soll der Mann trotz eines behördlichen Verkaufsverbots Eier weiterverkauft haben. Die Föderale Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette (FASNK) hatte den Betrieb nach einem Salmonellenfund bereits unter Überwachung gestellt. Die betroffenen Eier hätten ausschließlich in ein Aufschlagzentrum zur Dekontamination transportiert werden dürfen.

Staatsanwaltschaft ermittelt – Betrieb unter Beobachtung

Die Antwerpener Staatsanwaltschaft sieht in den Vorgängen einen möglichen Verstoß gegen Vorschriften zum Schutz der öffentlichen Gesundheit. Es bestehe der Verdacht, dass gefälschte oder manipulierte Stempel auf Eiern angebracht wurden. Zudem soll der Betrieb Eier auch über einen Verkaufsautomaten angeboten haben – trotz möglicher Kontamination, was ein erhebliches Risiko für Konsumenten darstellen könnte, besonders bei rohem Verzehr.

Hausdurchsuchungen und Betriebssperre

Inzwischen wurden bei 't Hennehof Hausdurchsuchungen durchgeführt. Der Betrieb wurde anschließend gesperrt, ein Rückruf der Eier wurde eingeleitet. Die betroffenen Eier dürfen bis zum Abschluss der Ermittlungen nicht weiterverarbeitet oder entsorgt werden. Die FASNK überwacht den Betrieb weiterhin engmaschig.

Hof weist Vorwürfe zurück

Laut Het Nieuwsblad bestreitet das Unternehmen den Verkauf kontaminierter Eier. Es sei nach eigenen Angaben lediglich zu einem Etikettierungsproblem gekommen: Eier eines anderen Geflügelzüchters seien mit dessen Erlaubnis mit einem anderen Stempel versehen worden – allerdings in abweichendem Layout. Ein Konkurrent habe dies bemerkt und Anzeige erstattet. Das Unternehmen verweist zudem auf mögliche wirtschaftliche Interessen des Konkurrenten, der die Anzeige erstattet habe.

Geflügelnews
Bild: PickPik
Quelle: Matthias Vanheerentals

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