Biosicherheit überprüfen: die Risikoampel Geflügelpest hilft dabei

01 Dezember 2021
Stallmanagement

Die Vogelgrippe kehrt jedes Jahr aufs neue mit den Zugvögeln zurück nach Deutschland. Deshalb sollten Geflügelhalter regelmäßig die Biosicherheit auf dem eigenen Betrieb unter die Lupe nehmen. Hilfe bietet dabei das Online-Tool Geflügelpest-Risikoampel. Landwirte haben die Möglichkeit, kostenfrei die individuelle betriebliche Biosicherheit bewerten zu lassen. Insbesondere wird auf die ergriffenen Maßnahmen zum Schutz gegen die Geflügelpest eingegangen.

So können Betriebe noch bessere Vorsorgemaßnahmen treffen, um ihr Geflügel zu schützen. Mit dieser Prävention soll ein Seuchenzug vermieden werden. Hier gelangen Sie zur Risikoampel für Geflügelpest: https://risikoampel.uni-vechta.de/

Risikoampel basiert auf Expertenwissen

19 Experten aus Wissenschaft, tierärztlicher und landwirtschaftlicher Praxis sowie Behördenvertreter lieferten die fachliche Basis der Ampel. Sie beinhaltet 100 Fragen, die sich mit der Sicherung des Betriebes, der Sicherung des Stalles und den Arbeitsabläufen befassen. Landwirte beantworten die Multiple-Choice-Fragen, dann bewertet das Tool in einem zweistufigen Verfahren automatisch, wie stark jeder Aspekt das Risiko eines Geflügelpesteintrages verringert oder erhöht. Die Ergebnisse werden nach den Ampelphasen visualisiert.

Tool bietet Optimierungsvorschläge

In der Optimierungsanalyse werden dann alle Risikofaktoren je nach Bedeutung aufgelistet. Außerdem gibt das Programm konkrete Hinweise, wie das Risiko eines Eintrags der Tierseuche betriebsindividuell verringert werden kann. Das Programm wurde von der Universität Vechta zusammen mit dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem Niedersächsischen Geflügelwirtschaftsverband e.V. (NGW), der QS Fachgesellschaft Geflügel GmbH und dem Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V. (ZDG) entwickelt.

agrarheute / Martina Hungerkamp
Bild: Universität Vechta

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