Agrarpreise: Pflanzen teurer, Tiere billiger

14 Juni 2024
Absatz
Eier

Die Verkaufspreise für landwirtschaftliche Produkte lagen im April 2024 um 0,4 % über dem Vorjahresniveau. Bei den pflanzlichen Produkten konnten sich die Bauern über ein Preisplus von 4,6 % freuen. Ausschlaggebend waren hier vor allem die stark gestiegenen Kartoffelpreise. Tierische Erzeugnisse verbilligten sich hingegen um 2,4 %.

Die Entwicklung der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte hat im April gegenüber dem Vorjahresmonat ins Plus gedreht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag (13.6.) mitteilte, lagen die Erzeugerpreise der Bauern um 0,4 % höher als im April 2023. Im März 2024 hatten die Agrarpreise noch um 2,2 % unter dem Vergleichsniveau gelegen, und im Februar 2024 wurde sogar ein Minus von 5,8 % verzeichnet. Gegenüber dem Vormonat März 2024 stiegen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte im April 2024 um 0,7 %.

Laut Destatis entwickelten sich die Preise für Produkte aus pflanzlicher und tierischer Erzeugung im Vergleich zum Vorjahr erneut gegenläufig. Während die Preise für pflanzliche Produkte im April 2024 binnen Jahresfrist um 4,6% zulegten, gaben die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse um 2,4 % nach. Den Preisanstieg im pflanzlichen Bereich führen die Statistiker unter anderem auf die gestiegenen Preise für Speisekartoffeln zurück. Diese waren im April 2024 um 53,9 % teurer als im April 2023.

Großer Preisrückgang bei Enten und Puten

Für den Preisrückgang im Tiersegment sorgten insbesondere die gesunkenen Erlöse für Tiere. Hier wurde im April 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von 4,1 % verzeichnet. Ausschlaggebend für das im Vergleich zu April 2023 schlechtere Ergebnis bei Geflügel war insbesondere der Preisrückgang um 13,0 % bei Enten und Puten. Hähnchen verbilligten sich binnen Jahresfrist unmerklich um 0,1 %. Der Preiszuwachs bei Eiern schwächte sich im Berichtsmonat weiter ab; gegenüber April 2023 legte der Preis um 5,3 % zu. Im Februar und März 2024 waren noch Steigerungsraten von 11,6 % beziehungsweise 9,3 % gemessen worden.

Die Preise für Schlachtschweine sanken um 5,0 %, bei Rindern um 1,5 %.Der Milchpreis lag im April 2024 um 1,0 % niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres.

Getreide war im April 2024 hingegen im Vergleich zum April 2023 um 19,8 % günstiger. Für Raps erhielten die Bauern 3,6 % weniger als vor Jahresfrist. Obst war im Berichtsmonat rund 33,0 % teuer als im Vorjahresmonat. Preisanstiege gab es unter anderem bei Erdbeeren mit 40,4 % und bei Tafeläpfeln mit 37,7 %. Futterpflanzen wurden im April 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,0 % günstiger gehandelt. Wein verteuerte sich um 0,7 %.

AgE
Bild: Geflügelnews

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