EU-Sojaerzeugung 2022 auf Rekordkurs

18 Juli 2022
Rohstoffe

Nachdem die Anbauflächen ausgeweitet wurden, dürfte das Sojaangebot der EU-27 auch in diesem Jahr wachsen. Das deutlichste Plus wird dabei in Italien verzeichnet. 

Die Sojaerzeugung der Europäischen Union hat sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdreifacht. Nach jüngsten Angaben der EU-Kommission dürften 2022 rund 3 Mio. t Sojabohnen geerntet werden und damit knapp 15 % mehr als noch im vergangenen Jahr. Das bedeutet einen neuen Rekordwert für die Produktion der EU-27. Auch 2022 bleibt Italien mit den aktuell prognostizierten 1,1 Mio. t größter EU-Erzeuger. Auch in anderen Mitgliedsstaaten sieht die Kommission das diesjährige Sojaangebot über der Vorjahreslinie. In Frankreich, dem zweitgrößten EU-Anbieter von Sojabohnen, wird ein Plus von 4 % auf 457.000 t erwartet. In Österreich dürften mit 286.000 t knapp 22 % mehr zusammenkommen als noch im vergangenen Jahr. Auch die Erzeuger in Deutschland dürften mit 136.000 t rund 27 % mehr einfahren als noch 2021. 

Ausschlaggebend für das größere Sojaangebot der EU-27 ist nach Recherche der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (mbH) insbesondere eine Ausweitung der Anbauflächen. So avisiert die Europäische Kommission das Areal 2022 aktuell bei rund 1 Mio. ha. Gegenüber dem vergangenen Jahr entspricht das einem voraussichtlichen Flächenplus von knapp 9 % und markiert damit einen neuen Höchstwert. 

 

UFOP, Geflügelnews
Bild: Cordula Möbius, UFOP

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