Der deutsche Ansatz, das Töten von Eintagshähnen zu verbieten, hat weitreichende Folgen, berichtet das niederländische Fachmagazin „Nieuwe Oogst“ („Neue Ernte“). So verschwinden Brütereien und es werden mehr Küken importiert. In den ersten elf Monaten des Jahres 2023 stiegen die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent. Davon kamen 43 Prozent aus den Niederlanden.
So hat es beispielsweise die Brütereien unter Druck gesetzt: Im November 2021 gab es in Deutschland achtzehn Brütereien. Bis November 2022 war ihre Zahl auf acht Unternehmen zurückgegangen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gibt es in Deutschland derzeit noch sechs Brütereien. Es wird erwartet, dass sich die Zahl der Brütereien nun stabilisiert.
Ein großer Teil der Importe kommt aus den Niederlanden
Insgesamt wurden in Deutschland in den ersten elf Monaten des Jahres 2023 rund 8,35 Millionen sortierte Hähnchen registriert. Das sind 16 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum im Jahr 2022. Im Gegenzug stiegen die Importe nach Deutschland; in den ersten elf Monaten des Jahres 2023 wurden 3,48 Millionen Küken nach Deutschland importiert. Das ist ein Plus von 11 %. Neben den Niederlanden (43 Prozent) sind Österreich und Ungarn – mit 24 Prozent bzw. 19 Prozent – wichtige Lieferanten.
Exporte von Buderhähnen
Auch die Exporte sind gestiegen, wie die Zahlen von Destatis zeigen. Etwa 3,57 Millionen Küken überquerten die Grenze. Das ist eine Steigerung von 190 Prozent. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich dabei zum Teil um Bruderhähne handelt. Die meisten Küken gehen in die Niederlande (69 Prozent), gefolgt von Polen (15 Prozent).




































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