Tierhaltung sollte flächengebunden sein

02 August 2022
Legehenne
Legehennen beim Fressen

Die Ökologische Tierzucht gGmbH (ÖTZ) hat dazu aufgerufen, die Tierbestände an Schweinen und Hühnern bis Mitte nächsten Jahres deutlich zu reduzieren, und zwar europaweit. Gleichzeitig müssten Tierhalter für das Leerstehenlassen der Ställe entschädigt werden und das Verwenden von Getreide für Biogasanlagen müsse grundsätzlich untersagt werden. Wertvolle Getreidevorräte dürften ausschließlich zu Produkten für die menschliche Ernährung verarbeitet werden, fordert die Geschäftsführerin der ÖTZ Inga Günther. 

„Wenn wir uns anschauen, wie viel Getreide in den Trögen von Tieren oder in Biogasanlagen landet, ist es geradezu zynisch über die bevorstehende Hungersnot auf dem Afrikanischen Kontinent zu diskutieren.“ Zu den Stimmen, welche behaupten, dass jetzt mehr Tiere gehalten werden sollen, weil der Kunstdünger so teuer ist und darum mehr Gülle benötigt würde, sage die ÖTZ ganz klar „Nein, das ist keine Option.“

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Die ÖTZ sagt: Weniger bringt mehr! Was meinen Sie? Teilen Sie die Ansicht von Inga Günther? Wir freuen uns auf Ihre Meinungen.

Was die Ökologische Tierzucht gGmbH ist

Die Ökologische Tierzucht gGmbH ist der im März 2015 gegründete gemeinnützige Träger für eine eigenständige, ökologische Tierzucht. Als Gesellschafter gehen die beiden Bio-Verbände Bioland und Demeter dafür eine Kooperation ein. Das wichtigste Ziel der Ökologische Tierzucht gGmbH ist es, die Züchtung von Zweinutzungstieren voranzubringen, die für den Ökolandbau angepasst sind.

 

Geflügelnews
Bild: Daniel Schewe

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