Sinkender Pro-Kopf-Verzehr

31 März 2022
Markt Geflügelfleisch

Im Jahr 2021 sank der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch im Vergleich zu 2020 um 2,1 Kilogramm und liegt damit auf einem neuen Rekordtief seit Berechnung des Verzehrs 1989. Das zeigen die vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL). Insgesamt wurde 2021 Fleisch mit einem Schlachtgewicht von 8,3 Millionen Tonnen erzeugt – rund 2,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Bei Geflügelfleisch sank der Pro-Kopf-Verbrauch im Vergleich zum Vorjahr um 200 Gramm, bei Schweinefleisch um 1,2 Kilogramm und bei Rind- und Kalbfleisch um 600 Gramm. Mögliche Gründe hierfür könnte die Tendenz zu einer pflanzenbasierten Ernährung sein. Auch der pandemiebedingte geringere Außer-Haus-Verzehr in Gastronomie, in Kantinen oder auf Veranstaltungen könnten diese Entwicklung beeinflusst haben.

Weniger Importe, weniger Nettoerzeugung

Der abnehmende Verzehr wurde, wie bereits im Jahr zuvor, von einem Importrückgang von Fleisch, Fleischwaren und Konserven aus Schweinen, Rindern und Kälbern begleitet (-6,8 Prozent). Die Einfuhr von Geflügelfleisch war nahezu konstant. Auch das Außenhandelsvolumen mit lebenden Tieren nahm 2021 erneut ab: Die Einfuhr sank über alle Tierarten um fast ein Fünftel (19,6 Prozent), die Ausfuhr reduzierte sich um ein Prozent.

Die Tendenzen im Außenhandel wirken sich auf die Nettoerzeugung der im Inland geschlachteten Tiere aus: Bei Geflügel fiel sie um 1,6 Prozent.

Selbstversorgungsgrad bei 121 Prozent

Nach den vorläufigen Zahlen ergibt sich für 2021 ein Selbstversorgungsgrad bei Fleisch von 121 Prozent – ein Plus von 2,5 Prozentpunkten. Bei Geflügel kann der Inlandsbedarf zu 96,7 Prozent aus heimischer Produktion gedeckt werden. Bei Schweinefleisch liegt der Selbstversorgungsgrad bei 132,4 Prozent, bei Rind- und Kalbfleisch bei 98,2 Prozent. 

 

Destatis
Bild: Geflügelnews

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