Niederlande: Sorgen über steigende Kosten

01 April 2022
Niederlande

Die niederländische Eierkette sorgt sich um die steigenden Kosten, denn die russische Invasion in der Ukraine und die Wirtschaftssanktionen gegen Russland und Weißrussland verursachen erhebliche Marktstörungen: Die Öl- und Gaspreise steigen rasant und mit ihnen die Energiekosten, die Verfügbarkeit von Futterrohstoffen steht unter Druck und die Preise für noch verfügbare Produkte steigen in einem beispiellosen Tempo. 

Für Geflügelhalter bedeuten diese Entwicklungen erhebliche Kostensteigerungen, Futtermittel- und Eiproduktenhersteller müssen sich mit stark gestiegenen Energiepreisen auseinandersetzen. Ungewiss ist, wie sich diese Situation in der kommenden Zeit weiterentwickeln wird, berichtet Anevei, der Allgemeine Niederländische Verband der Eierhändler und Hersteller von Eiprodukten in einer Pressemitteilung (Anevei - Algemene Nederlandse Vereniging van Eierhandelaren en Eiproductfabrikanten). 

Aufpreis auf den Eierpreis 

Die Verträge zwischen Geflügelhaltern und Packstellen sowie zwischen Packstellen, Eiproduktenherstellern und ihren Kunden sehen eine solche Änderung der Marktbedingungen oder Kostensteigerungen nicht vor. Jetzt müsse sich die gesamte Kette der Herausforderung stellen, die Kostensteigerungen in der Kette gerecht zu verteilen, so Anevei. 

Ohne einen Aufpreis auf den Eierpreis werde es nicht gehen. Eine Reihe großer Supermarktketten sowohl in den Niederlanden als auch in Deutschland haben bereits ihre Bereitschaft bekundet, nach Lösungen für einen Zuschlag auf den vereinbarten Preis zu suchen, um die Kostensteigerungen abzufangen. Nicht alle Eier landen im Supermarktregal; etwa ein Drittel geht an die Lebensmittelindustrie. Im Moment zeichnet sich ab, dass man auch dort bereit ist, gemeinsam an Lösungen zur Abpufferung der Kostensteigerungen zu arbeiten.

Anevei unterstützt alle Bemühungen, Lösungen und Alternativen für die entstandenen Engpässe bei der Verfügbarkeit von Futterrohstoffen und Energie zu finden, damit die Kontinuität der Verfügbarkeit von Eiern gewährleistet bleibt 

 

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Bild: https://www.pluimveeweb.nl/

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