Newcomer startet mit Bio-Hühnern

09 Oktober 2022
Legehenne
Mark Haamberg

Familie Haamberg aus Lattrop-Breklenkamp in Twente (OV) hat einen neuen Bio-Legehennenstall gebaut und damit ihre dritte Niederlassung gegründet. „Die Zukunftsaussichten für Bio-Legehennen sind besser als für Fleischschweine und Fleischkühe. Außerdem macht mir die Arbeit mehr Spaß“, beschreibt Mark Haamberg sein Motiv für die Investition. 

Mark und sein Vater Hennie Haamberg stehen stolz vor ihrem neuen Bio-Legehennenstall. Die Familie Haamberg betreibt einen landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb im niederländischen Lattrop-Breklenkamp. Sie baute in diesem Jahr einen neuen Stall für 14.000 Bio-Legehennen. Neben den Legehennen werden auf dem Betrieb 500 Mastschweine und 50 Mastrinder gehalten.
Der Stall ist 30 x 75 Meter groß und wurde von Beek Agri gebaut. „Ihre Erfahrung im Bau von Geflügelställen gab den Ausschlag. Wir wollten einen erfahrenen Stallbauer, damit wir nicht ständig Fragen von der Baufirma bekommen“, sagt Mark.
Die Familie entschied sich für das Natura-Stufenvolieren-System von Big Dutchman. „Ich habe das beste Gefühl bei diesem System. Außerdem passte es von den Abmessungen her gut in unseren Stall.“
In der Mitte des Stalles befindet sich eine Trennwand. Der für 14.232 Bio-Legehennen zugelassene Stall ist in sechs Abschnitte für je 2.372 Hennen unterteilt.
In jedem Abschnitt gibt es Durchgänge, damit sich die Hennen frei durch das System bewegen können.
Die Familie entschied sich für einen Belüftungskanal zur Belüftung der Gülle mit einer Kapazität von 0,5 Kubikmetern pro Stunde. "Das ist die billigste Lösung. Angesichts der beträchtlichen Investitionen mussten wir die Kosten im Auge behalten.“
Haamberg zog die Unterdrucklüftung der Gleichdrucklüftung vor. "Die Gleichdrucklüftung benötigt viel mehr Strom als die Unterdrucklüftung. Vor allem bei rekordverdächtigen Energietarifen führt dies zu erheblich höheren Kosten. Außerdem ist die Gleichdrucklüftung an extrem heißen Sommertagen nicht ideal.“
Zwei automatische Waagen hängen im Stall.
Unter dem System befinden sich Kotschieber, die dafür sorgen, dass nur wenig Kot unter dem System zurückbleibt. Zusammen mit der LED-Beleuchtung unter dem System soll dies Bodeneier verhindern.
Die Trennwände in den Gängen kann Haamberg einfach hochklappen, bevor die Hühner ankommen.
Die Türen in den Gängen schließen nicht automatisch mit einer Feder. Das wollte Haamberg nicht. "Wir können diese während einer Kontrollrunde selbst öffnen und schließen", sagt er.
Haamberg entschied sich für ein grubenloses Gülleband.
Über jedem Eierband befindet sich ein Staubband, das dafür sorgt, dass die Eier auf den Eierbändern im Stall wenig bis gar nicht verstauben.
Die Eierbänder werden automatisch geschmiert. Der Eierpacker und -stapler war zum Zeitpunkt der Aufnahme der Fotos noch nicht installiert.
Zwischen dem Stall und dem Eierraum gibt es eine feuerfeste Wand und feuerfeste Türen, die besonders dick sind. "Die Tür ist eine Stunde feuerbeständig. Unsere Versicherung hat das verlangt."
An beiden Seiten des Stalles befindet sich ein überdachter Auslauf.
Im überdachten Auslauf können die Hennen aus offenen Tränken trinken. Draußen hängen kurze Nippeltränke-Linien.
Die Familie ließ eine begehbare Dusche installieren, in der alle Hofmitarbeiter zuerst duschen müssen, bevor sie den Stall oder den (überdachten) Auslauf betreten.
Tom Schotman
Bild: Geflügelnews

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