Neues aus Brüssel: Kein Vorschlag zur Änderung der Vermarktungsnormen Eier und Geflügel

27 Mai 2022
Politik

Im Rahmen des CDG-Meetings (Civil Dialogue Group) der EU-Kommission am 24. Mai 2022 stand unter anderem ein Update der Vermarktungsnormen Eier und Geflügel auf der Tagesordnung. Die längst fällige Revision steht seit Jahren in der Diskussion und wurde leider erneut vertagt. Der Prozess dauert an und es gibt keine konkreten Aussagen zu den Inhalten. Über die zwischenzeitliche Konsultation mit den Mitgliedsstaaten und Forschungsaktivitäten zur Umsetzung wurden keinerlei Aussagen gemacht. Derzeit werden offenbar noch Folgeeinschätzungen beurteilt. Diskutiert wird auch der Bereich Stopfleber, doch auch hier wurden keinerlei Inhalte zur Anpassung vorgelegt.

Im nächsten Schritt soll noch vor Ende des Jahres eine Information erfolgen. Das wurde allerdings auch 2021 prognostiziert. 

Seitens der Kommission gibt es keine Aussage, wann ein erster Verordnungsentwurf der angepassten Vermarktungsnormen für Eier und Geflügel vorgelegt werden kann. Seitens der Wirtschaft und auch der Bio-Verbände gibt es zahlreiche Vorschläge zur Anpassung der Bestimmungen aus 2008. Dazu gehören eine Kennzeichnung von Eiern aus Betrieben ohne Kükentöten, die Vermarktung von Bruderhahnfleisch oder auch Vorgaben für die Aufzucht. 

Die Revision der Vermarktungsnormen zieht sich schon über einige Jahre und es ist bedauerlich, dass seitens der Kommission keinerlei Aussagen getroffen werden. 

(CD)
Bild: Geflügelnews

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