Neuer Bio-Legehennenstall wegen günstiger Zukunftsaussichten

22 Februar 2022
Deutschland

Die guten Zukunftsaussichten für Bio-Eier in Deutschland sind der Hauptgrund, warum Familie Engling einen neuen Stall für 15.000 Bio-Legehennen baute. „Bio-Legehennen passen auch gut zu unseren 80 Milchkühen und 20 Hektar Kartoffeln“, sagt Michael Engling (29). Er führt gemeinsam mit seinen Eltern den landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb im westdeutschen Groß Hesepe Moormitte


Für den Schutz der Hühner pflanzte Engling Sträucher in den Auslauf. „Das habe ich bei einem anderen Bio-Legehennenbauern gesehen. Die Hühner verteilten sich gut über den Bereich, viel mehr als in Freilandhaltung ohne Sträucher oder sonstige Unterstände. Hennen, die nach der Eiablage draußen unter Büschen oder Bäumen auf Nahrungssuche gehen entsprechen den Vorstellungen der Gesellschaft von einer guten Legehennenhaltung.“ meint Engling.

Seit 2012 plante die Familie, ihren Betrieb um einen dritten Zweig zu erweitern. „Ursprünglich wollten wir Legehennen aufziehen. Allerdings erschwerten die Gesetze und Verordnungen in Deutschland den Neubau eines Stalles sehr.“ Deshalb entschloss sich die Familie zum Bau neuer Ställe für 15.000 Bio-Legehennen. „Die Aussichten für Bio-Legehennen sind günstig, weil die Nachfrage nach Bio-Eiern in Deutschland von Jahr zu Jahr steigt. Außerdem passt dieser Betriebszweig gut zu unseren 80 Milchkühen und den 20 Hektar Kartoffeln.“

Die Familie baute für lediglich 15.000 Bio-Hennen, weil es sehr schwierig ist, eine Genehmigung zu bekommen, wenn diese Zahl überschritten wird. Die Nachfrage nach Bio-Legehennenmist in Westdeutschland ist gut. „Wir bekommen ein paar Euro pro Tonne.“
Engling ließ den Stall mit dem Volierensystem Bolegg Terrace von Vencomatic ausstatten. „Wir sind seit unseren ersten Plänen im Jahr 2012 mit Vencomatic in Kontakt. Das Unternehmen gab uns Antworten auf unsere Fragen. Deshalb haben wir bei dieser Stalleinrichtung ein gutes Gefühl. Außerdem halte ich das System für solide und übersichtlich“, erklärt Engling.
Wenn es notwendig ist, zum Beispiel weil sich die Tiere zu stark bepicken, kann der Legehennenhalter auf Rotlicht umschalten. „Die Beleuchtung bietet diese Möglichkeit. Ich glaube nicht, dass wir es viel brauchen werden."
Engling arbeitet mit langen Lüftungsschächten. Die Betriebsleiter entschieden sich darüber hinaus auch für die Installation von Sonnenkollektoren. „Dank der Sonnenkollektoren liefern wir Energie ins Netz. Energieautark zu sein, passt gut zu Bio.“
Der Geflügelhalter entschied sich für ein grubenloses Kotband.
Mit diesem Ventil kann der Geflügelhalter den Zugang zum Kotband verschließen. Damit will er verhindern, dass Ratten und Mäuse über das Kotband in den Stall gelangen.
Der Mistbunker befand sich zum Zeitpunkt der Fotos noch im Bau.
Engling entschied sich für Q-Sitzstangen, um den Vogelmilben keinen Lebensraum zu geben.
Der Geflügelhalter wird mit Unterdruckbelüftung arbeiten.
Engling belüftet den Mist mit einem Luftmischer. „Dank der Belüftung entsorge ich trockenere Gülle. Das zahlt sich aus.“
Der Stall hat an einer Seite einen überdachten Auslauf.
An kalten Wintertagen kann Engling über Jalousien verhindern, dass kalter Wind in den überdachten Auslauf strömt. „Wenn es stark friert, müssen die Hennen nicht nach draußen.“
Michael Engling kümmert sich um die Hennen. „Ich habe einige Tage auf den Betrieben verschiedener Legehennenhalter gearbeitet, um Erfahrungen zu sammeln. Und ich habe all diese Legehennenhalter viel gefragt. In der kommenden Zeit möchte ich den Beruf des Eiererzeugers mit Hilfe von Fachberatern meistern.“
Engling möchte das Unternehmen künftig von seinen Eltern übernehmen. „Ich kann den Betrieb allein mit 15.000 Legehennen, 80 Milchkühen und 20 Hektar Ackerbau führen. Vielleicht stelle auch ich einen Mitarbeiter in Teilzeit oder in Vollzeit ein. Zunächst möchte ich jedoch Erfahrungen mit den Legehennen sammeln.“
Geflügelnews
Bild: Geflügelnews

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