Getreide wird knapp und teuer

02 März 2022
Rohstoffe

In der Ukraine stehen die Vorarbeiten für die Frühjahrsaussaat an. Die eskalierenden kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland und Belarus lassen jedoch einen Ausfall befürchten. Es mangelt zudem an wichtigen Ressourcen, Düngemitteln, Saatgut, Pflanzenschutzmitteln und Diesel. Die Ukraine zählt zur Kornkammer Europas und ist einer der wichtigsten Lieferanten von Weizen, Mais und Soja.

Die russische Invasion hat Folgen und die Aussaat ist gefährdet. Es zeichnet sich eine Verknappung ab. Schon jetzt sind die Preise für Futtermittel stark gestiegen und liegen auf Rekordniveau.

Eiweißversorgung problematisch 

Die Versorgung mit eiweißhaltigen Futterkomponenten, insbesondere Soja ist in Deutschenland und anderen Ländern der EU problematisch und dürfte sich in nächster Zeit zuspitzen. Die EU-Kommission vertritt zwar die Auffassung, dass eine schlechte wirtschaftliche Versorgung keine Katastrophensituation sei, in einigen Ländern der EU wird das jedoch anders gesehen. Betroffen sind sowohl die konventionelle als auch die ökologische Produktion. Letztere stellt besondere Ansprüche an die Futterversorgung: keine Pflanzenschutzmittel, keine gentechnisch veränderten Pflanzen und ökologischer Anbau.

Soja und andere Eiweißkomponenten werden auch aus der Ukraine bezogen, die neben  Russland der größte Produzent in Europa ist. Die Verknappung der Rohstoffe erweist sich für die Futterversorgung als zunehmend problematisch. 

Sojabohnen - Produktion in Europa, 1000 ha

Land 2019 2020 Entwicklung, in %
Ukraine 1590 1446 -9,0
Russland (europäischer Teil) 1508 1540 2,1
Italien 273 290 6,1
Serbien 229 240 4,6
Rumänien 179 150 -16,1
Frankreich 169 171 4,9
Kroatien 80 80 -
Österreich 69 63 -1,7
Ungarn 60 58 -3,8
Deutschland 28 33 14,2
Geflügelnews, Donau-Soja
Bild: Geflügelnews

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.

Wissenspartner