Agrarunternehmertage Münster: „Komplett volle Hütte!“

13 Februar 2024
Deutschland
AUt Unternehmertage

Gute Stimmung und viele Fachgespräche prägten die Agrarunternehmertage 2024 vom 6. bis 9. Februar in Münster. 23.000 Landwirtinnen und Landwirte besuchten die rund 320 Austeller.

Nach vier Tagen Messe in Münster waren sowohl Aussteller als auch Veranstalter der Agrarunternehmertage sehr zufrieden mit der Besucherresonanz. Und auch bei den Besucherinnen und Besuchern blickte man in zufriedene Gesichter. „Die Stimmung war über die gesamte Messe extrem gut“, war vom Veranstalter zu hören.

Messe mit hoher Qualität

Bei den Ausstellern sei mittlerweile deutschlandweit bekannt, welche Bedeutung die Messe in der Region Nordwestdeutschland habe. Zudem schätzen auch die überregionalen Aussteller die familiäre Stimmung der Messe und die landwirtschaftsfreundlichen Öffnungszeiten von mittags bis abends spät.

Neben hoher Fachlichkeit behielt die Messe ihren besonderen Charakter als Treffpunkt der regionalen Akteure. Viele Messestände waren auf die Kommunikation und den Austausch angelegt.

Traditioneller Schwerpunkt der Messe ist die Tierhaltung. Neben Neuheiten zur tierwohlgerechten Haltung, speziellem Einstreumaterial für tierwohlgerechte Ställe oder auch Saatkonzepten für den klimaresistenteren Pflanzenbau, konnten sich die Besucherinnen und Besucher auch über Konzepte für die Energieerzeugung und die Funktionalitäten von Smart-Farming-Lösungen informieren.

Stimmen von den Agrarunternehmertagen: „TA Luft großes Thema bei Hähnchenmästern“

Der Stalleinrichter Big Dutchman ist traditionell auch mit einem Stand auf den Agrarunternehmertagen Münster vertreten. Werner Mecklenborg, im Unternehmen für den Bereich Hähnchenmast verantwortlich, freut sich auch in diesem Jahr über die gute Resonanz nicht nur bei Bestandskunden. Zwei Themenbereiche interessieren die Hähnchenmäster momentan vor allem, sagt der Fachmann: Energie und die TA Luft. Auch wenn die Energiepreise nach dem Ukraine-Schock wieder auf ein etwas „normaleres“ Niveau zurückgekehrt sind, bleibt die Frage aktuell, wie man seinen Hähnchenstall günstig und zuverlässig heizen kann. Auf längere Sicht ist eher mit steigenden Energiepreisen zu rechnen.

Nach wie vor viel Unsicherheit herrscht beim Umgang mit der TA Luft. Laut TA Luft besteht für Masthähnchenställe ab 40.000 Plätzen bis Dezember 2026 eine Nachrüstpflicht für eine Abluftreinigung. Gefordert sind 70 Prozent weniger Ammoniak und Staub. Ausnahmen gibt es, wenn der Einbau einer Abluftreinigung technisch nicht möglich oder ‚unverhältnismäßig‘ ist. Stefan Mecklenborg: „Die typischen Hähnchenmastställe hier haben keine zentrale Absaugung, eine Abluftreinigung einzubauen ist teuer und aufwändig.“ Sein Unternehmen befasst sich deshalb, auch im Verbund mit anderen Unternehmen der Branche, intensiv mit alternativen Möglichkeiten der Emissionsreduzierung. Dazu gehören etwa Wärmetauscher, mit denen eben nicht nur Energie gespart werden kann, sondern auch Ammoniak-Emissionen im Stall. Vielversprechend ist zum Beispiel auch der Einsatz eines Einstreuzusatzes zur Ammoniakreduzierung. Werner Mecklenborg: „Eine Lösung könnte auch sein, solche alternativen Reduzierungsmaßnahmen mit einer Teil-Abluftreinigung zu kombinieren.“ Der Berater ist zuversichtlich, dass es hier bald Lösungen für betroffene Betriebe geben wird.

PM / Christa Diekmann-Lenartz
Bild: AUT

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