Mykotoxine belasten weltweit die Tierproduktion. Sie mindern die Leistung, schwächen das Immunsystem und gefährden die Tiergesundheit. Vilofoss erweitert deshalb sein MYCOSAFE-Portfolio um eine neue Komponente, die besonders das Mykotoxin DON stärker binden soll. Das Unternehmen setzt dabei auf gezieltes Risikomanagement statt auf Standardlösungen.
Mykotoxine bleiben ein Dauerproblem
Bestimmte Mykotoxine bereiten Tierhaltern zunehmend Sorgen. Studien zeigen, dass sie Gesundheit und Leistung der Tiere deutlich beeinträchtigen können. Wie stark die Folgen ausfallen, hängt vom jeweiligen Toxin, der Belastung, der Dauer der Aufnahme und der Empfindlichkeit der Tiere ab. Mögliche Folgen reichen von geringerer Futteraufnahme und sinkender Leistung bis hin zu geschwächtem Immunsystem, Fruchtbarkeitsproblemen und Organschäden.
Aflatoxine sind von besonderem Interesse, da Metaboliten in Milch und Fleisch gefunden werden können, wenn Tiere mit kontaminiertem Futter gefüttert werden. Andere Mykotoxine mit großer Auswirkung sind Trichothecene (DON, T2 usw.), die die Proteinsynthese beeinträchtigen und Zellstrukturen sowie die Immunität destabilisieren. Für mit Silage gefütterte Tiere stellen Penicillium-Toxine eine zusätzliche, unterschätzte Bedrohung dar.
Wetterextreme erhöhen den Druck
Die Branche beobachtet Mykotoxine heute genauer als noch vor wenigen Jahren. Moderne Analytik, wechselhafte Wetterlagen und steigende Anforderungen an die Tierleistung verschärfen den Fokus auf belastete Futtermittel.
Dabei zeigt sich: Das Risiko beschränkt sich längst nicht mehr auf sichtbar verschimmeltes Futter oder einzelne Problemchargen. Mykotoxine treten zunehmend als dauerhafte Hintergrundbelastung auf. Schätzungen zufolge ist bis zu einem Viertel der weltweiten Getreideernte betroffen. Entsprechend häufig beschäftigen Mykotoxine auch das europäische Schnellwarnsystem RASFF.
Vilofoss setzt auf gezielte DON-Bindung
Viele Betriebe kontrollieren Futtermittel nicht regelmäßig auf Mykotoxine. Gleichzeitig lässt sich ein Befall oft nur schwer vorhersagen. Umso wichtiger werden Strategien, die Risiken früh erkennen und gezielt begrenzen. Vilofoss testete dafür unterschiedliche klassische und alternative Adsorbentien. Dabei stieß das Unternehmen auf eine neue Komponente, die DON deutlich besser binden soll.
Ganz verhindern lässt sich eine Belastung über das Futter jedoch nicht. Tiere nehmen trotz Binder oft geringe Mengen an Mykotoxinen auf. Deshalb ergänzt MYCOSAFE die reine Bindung um weitere Schutzmechanismen.
Antioxidantien sollen Zellstress durch Mykotoxine abmildern. Zusätzlich unterstützen leberschützende Inhaltsstoffe die Tiere bei langfristiger Belastung. Sie sollen Schäden wie Fibrose, Zirrhose oder Leberversagen entgegenwirken.
Das Konzept folgt einem klaren Ansatz: Nicht jede Belastung verlangt dieselbe Lösung. Aflatoxine erfordern andere Maßnahmen als Mischbelastungen mit DON, ZEA, Fumonisinen, T-2- oder Penicillium-Toxinen. MYCOSAFE setzt deshalb auf gezielte Produktlösungen statt auf ein einheitliches Standardsystem.
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