Kambodschanisches Mädchen an Vogelgrippe gestorben

28 Februar 2023
Krankheiten
Flagge von Kambodscha

Aus Kambodscha kam am vergangenen Wochenende die Meldung über einen Todesfall eines Menschen durch Vogelgrippe. Nach offiziellen Angaben starb dort ein elfjähriges Mädchen an der Seuche. Das Kind habe am 16. Februar erste Symptome wie Husten und Halsschmerzen gezeigt, meldet dpa. Als sich ihr Zustand verschlechterte, sei das Mädchen in das nationale Kinderkrankenhaus von Phnom Penh gebracht worden und dort verstorben. Bei Tests sei das Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden. 

Das Umweltministerium in Phnom Penh habe mitgeteilt, dass in der Nähe des Ortes, in dem das Mädchen lebte, besonders viele tote Wildtiere gefunden worden seien. Bei den Tieren seien Proben entnommen worden, die derzeit in einem Labor untersucht würden. Mittlerweile sei beim Vater des Opfers ebenfalls das Virus nachgewiesen worden.

Bei Säugetieren nachgewiesen

In den letzten Monaten waren H5N1-Infektionen immer wieder auch bei Säugetieren wie Seelöwen, Waschbären, Füchsen, Bären und Mardern nachgewiesen worden. Ansteckungen von Menschen gab es bisher nur ganz vereinzelt. Ein Ausbruch auf einer Nerzfarm in Spanien beunruhigt Experten allerdings, weil der Erreger dort womöglich nicht von Vogel auf Säugetier, sondern von Säugetier zu Säugetier übertragen wurde. Das wäre ein Hinweis darauf, dass sich der Erreger an Säugetiere anpasst und dadurch auch dem Menschen gefährlicher werden könnte. 

In der Vergangenheit war es bei Vogelgrippe-Wellen auch zu zahlreichen Todesfällen bei Menschen vor allem in Südostasien und Ägypten gekommen, ist unter aerzteblatt de zu lesen. Dabei habe es sich aber um eine andere Viruslinie als die derzeit dominierende gehandelt. 

In Kambodscha waren zwischen 2005 und 2014 nach Behördenangaben 37 Menschen an der Vogelgrippe gestorben. Symptome sind unter anderem Husten, Fieber, Halsschmerzen und Atemnot.

Variante nicht eindeutig klar

Aus dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hieß es, dass bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den aktuellen Seuchenzug zuvor schon ein Todesfall in China im Jahr 2022 erfasst worden sei. Bei diesem Fall und auch in Kambodscha sei aber nicht eindeutig klar, ob tatsächlich die derzeit in Europa und Amerika dominierende H5N1-Variante die Ursache war.

dpa/aerzteblatt.de
Bild: Pixabay

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