Gleichzeitige Umstellung von 5 Ställen auf X-Treck (Vencomatic)

14 Februar 2022
Masthuhn
Wissenspartner

Marco Steinz arbeitet seit neunzehn Jahren in Deutschland, was man auch an seinem leichten deutschen Akzent hört. Steinz: „Ich habe in Deutschland zuerst als Betriebsleiter bei zwei Milchviehbetrieben gearbeitet, es war jedoch schon immer mein Wunsch, Hühner zu züchten. Darüber hinaus sind die Preise für Masthähnchen weitaus stabiler als für Milchvieh. Und die Preise für Masthähnchen sind in Deutschland wiederum stabiler als in den Niederlanden, da der niederländische Markt viel schneller auf Importe aus dem Ausland reagiert.“

Nicht zu hoch pokern

Im Osten Deutschland läuft das Geschäft laut Steinz genau wie in den Niederlanden. Und doch gibt es kleine Unterschiede, die große Probleme verursachen können, wenn sie nicht berücksichtigt werden. „Geschäfte laufen hier wie in den Niederlanden. Aber als Niederländer neigt man dazu, die Grenzen auszureizen, und genau dabei muss man gut aufpassen. Wenn ein Mindestpreis genannt wird, sollte man nicht weiter feilschen oder versuchen, noch mehr aus der Sache herauszuholen. Und was überhaupt nicht gern gesehen wird, ist, zu Beginn der Preisverhandlungen einen unverschämt niedrigen Preis vorzuschlagen, um das Feilschen in Gang zu setzen. Wer das tut, den würdigt niemand mehr eines Blickes.“ Steinz weist daher darauf hin, wie wichtig es ist, sich vor einer Preisverhandlung in Ostdeutschland gründlich über folgende Fragen zu informieren: Was sind die üblichen Preise und welchen Spielraum gibt es?

Initiative Tierwohl

Während es in den Niederlanden im Hinblick auf das Tierwohl viele verschiedene Konzepte für Geflügelzüchter gibt, wie z. B. „Beter Leven Kip“ und „Goed Nest Kip“, spielt in Deutschland laut Steinz vor allem die Initiative Tierwohl (ITW) eine wichtige Rolle. Neben mehr Beschäftigungsmaterial wirbt die ITW vor allem für weniger Tiere pro Stall: 35 kg pro m2 anstatt der üblichen 39 kg (bzw. 42 kg in den Niederlanden). Steinz: „Wir haben insgesamt 208.000 genehmigte Stellplätze, die über unsere 5 Ställe verteilt sind, darunter ein Stall mit 1.750 m2 und vier Ställe mit 1.800 m2 Fläche. Unsere Teilnahme an der ITW bedeutet also, dass wir 21.000 weniger Tiere in unseren Ställen haben. Dafür ist die Bezahlung für ITW-Masthähnchen jedoch etwas höher.

Der große Vorteil

Die Initiative Tierwohl strebt danach, die Lebensqualität der Tiere zu verbessern, weshalb der Schlupf im Stall laut Steinz ausgezeichnet zu dieser Initiative passt. „Der Transport frisch geschlüpfter Küken entfällt, was für mich den größten Vorteil in Sachen Tierwohl darstellt. Ein stressfreier Start ist für die Küken und damit für die Tiere angenehmer und bedeutet für mich, dass die Küken am Ende stärker sind und kaum an Enterokokken leiden. Ich hoffe, dass der Schlupf im Stall früher oder später in der gesamten Geflügelzucht zum Standard wird. Als Branche können wir nämlich nur überleben, wenn wir das Tierwohl berücksichtigen und dafür sorgen, dass die Tiere gesund sind. Nichtsdestotrotz müssen natürlich auch die Preise stimmen, die wir für unsere Produkte erhalten.“

Auf Arbeitshöhe

Im Jahr 2017 begann Steinz sich ernsthaft mit Systemen für Schlupf im Stall zu beschäftigen, und stieß ziemlich schnell auf das System der Vencomatic Group. „Für einen Betrieb mit mehr als 200.000 Tieren ist X-Treck das einfachste System, da es auf Arbeitshöhe angebracht wird. Man hat also keine Gestelle auf dem Boden und muss auf dem Stallboden auch nicht nach Eiern suchen, die nicht ausgebrütet wurden.“ Steinz hat sich ausgiebig mit Geflügelzüchtern in den Niederlanden ausgetauscht, die bereits mit X-Treck arbeiten. „Auf Twitter habe ich Fotos und Informationen über das X-Treck-System gefunden und bin so mit Bauern ins Gespräch gekommen, die das System bereits verwenden. Ich habe sie nach ihren Erfahrungen gefragt. Wie funktioniert es? Und wie viel Arbeit bereitet die Umstellung auf das X-Treck-System? Mir wurde gesagt, dass die Umstellung nicht allzu viel Mühe kostet.“

Offen und ehrlich

Einige Zeit später erhielt Steinz Besuch von einem Mitarbeiter der Vencomatic Group. „Was mir direkt auffiel, war, wie offen und ehrlich der Mitarbeiter von Vencomatic mir gegenüber auftraten. Der Umstieg von Brutküken auf Schlupf im Stall ist ein wirklich großer Schritt; man übernimmt dabei einen Teil der Arbeit der Brüterei und die Auswahl der Küken. Sie haben mir auf ehrliche Weise erklärt, was auf mich zukommen würde, und ich durfte auch Betriebe in den Niederlanden besuchen, die bereits X-Treck verwenden. Danach hat ein anderer Mitarbeiter von Vencomatic die Ställe ausgiebig in Augenschein genommen. Dabei wurde geschaut, an welchen Stellen die Balken in der Decke der Ställe verlaufen, alles wurde präzise abgemessen und die Maße in technischen Zeichnungen verarbeitet. „Sie tun wirklich alles dafür, dass die Umstellung so problemlos wie möglich abläuft.“      

Weihnachten im eigenen Haus

Im Dezember 2017 wurden sämtliche Umbauten für die Umstellung auf Schlupf im Stall vorgenommen. Steinz: „Das war wirklich spannend, da wir beschlossen hatten, alle fünf Ställe gleichzeitig umzustellen. Dank der äußerst gründlichen Vorbereitung von Vencomatic ist uns das gelungen und wir haben dabei auch so gut es ging persönlich mit angepackt. Alle Bestandteile des X-Treck-Systems wurden in einem Arbeitsgang geliefert, eine Nachbestellung war nicht erforderlich. Innerhalb von drei Wochen waren alle fünf Ställe fertig. Und nachdem alles aufgeräumt war, konnten wir alle Weihnachten im eigenen Haus feiern.“ Nach der anschließenden Desinfektion wurden im Januar 2018 die ersten Eier geliefert.

Besonders schön

Als die ersten Küken im Stall von Steinz schlüpften, war auch ein Mitarbeiter der Vencomatic Group zugegen. „Bevor die Küken schlüpften, hat er sich vor allem noch einmal die Belüftung genauer angesehen. Er hat alles ausgemessen, um sicherzustellen, dass die Eier nicht zu sehr dem Wind ausgesetzt sind, und hat dort, wo es nötig war, Nachbesserungen vorgenommen.“ Da das Interesse seiner deutschen Kollegen groß war, organisierte Steinz einen Tag der offenen Tür für sie. „Sie wollten sich einen Eindruck verschaffen, wie Schlupf im Stall und das X-Treck-System genau funktionieren. Geflügelzüchter aus ganz Deutschland haben unseren Tag der offenen Tür besucht und ich denke, dass Vencomatic dadurch noch einige X-Treck-Systeme in Deutschland verkaufen wird.“ Die durchschnittliche Schlupfrate der Eier liegt heute bei 98 Prozent. Laut Steinz ist dies ein gutes Ergebnis, das auch auf die niederländische Brüterei Schotman zurückzuführen ist. „Ein gutes Ergebnis ist schön, aber besonders schön anzuschauen ist der Schlupf im Stall; wirklich ein Wunder, das einen auch ein wenig verstummen lässt.

Vencomatic
Bild: Vencomatic

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Die Vencomatic Group bietet Lösungen für die Aufstallung, Eiersammlung und Klimatisierung für alle Arten von Geflügelfarmen. Mit unserem Slogan 'Think ahead with poultry people' unterstreichen wir unsere innovative Haltung und drücken unsere Wertschätzung für unsere Kunden und Partner aus.

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