Etwas schwächer, trotzdem unübersichtlich!

12 Mai 2023
Eiermarkt
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Insbesondere OKT-Eier bleiben unabhängig von der Haltungsform knapp und sind lediglich mit satten Preisaufschlägen zu erwerben. Umfangreiche und langfristig geplante Ausstallungen bzw. Herdenwechsel sorgen weiterhin für ein knappes Angebot bei Eiern mit allen erforderlichen Zertifikaten. Der Preisunterschied zwischen MKT- und OKT-Eiern ist größer denn je.

Kaum jemand hat Überhänge bei OKT-Eiern, aber Unterdeckungen aufgrund von Ausstallungen und geringeren Legeleistungen bei Mauserherden. Es wird weiterhin laufend ausgestallt und die Eier von Junghennen lassen noch auf sich warten. Zudem werden aus Kostengründen und derzeit guten alternativen Vermarktungsmöglichkeiten sehr wenig OKT-Eier für den Spotmarkt produziert.

Die veränderten allgemeinen Rahmenbedingungen haben ihre Spuren hinterlassen. Dabei dürfen natürlich das veränderte Konsumverhalten sowie die Auswirkungen der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Aviären Influenza nicht unerwähnt bleiben. In den Niederländen besteht weiterhin eine landesweite Stallpflicht. In der Folge kann der Bedarf an Freilandeiern nicht annähernd erfüllt werden.
Konsumenten müssen auf Eier aus Boden- bzw. Biohaltung ausweichen. Das führt neben den Ausstallungen auch zu einem aktuellen Engpass bei Bioeiern. Alles hängt irgendwie zusammen.

Nur der Wandel ist beständig

Und was passiert, wenn die Stallpflicht in den Niederlanden aufgehoben wird? Dann ist wohl davon auszugehen, dass jetzige Käufer von Bioeiern wieder Freilandeier kaufen werden. Nur der Wandel ist beständig! Nur ein verfügbares Produkt kann gehandelt bzw. verarbeitet werden. Ein vermehrter Einsatz von MKT-Eiern im Verarbeitungsbereich ist derzeit alternativlos. Auch das wird nicht ohne Folgen bleiben. Sicher ist nur: der Eiermarkt bleibt auf jeden Fall spannend und die bevorstehenden Feiertage könnten noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

DEU
Bild: Geflügelnews

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