Diskussion um Biofutter

06 April 2022
Rohstoffe

Die Preise für Mischfuttermittel für Legehennen und Mastgeflügel liegen auf Rekordhöhe und steigen womöglich weiter. Allerdings haben sich die Börsennotierungen für Sojaschrot und für Futterweizen auf hohem Niveau stabilisiert. Jetzt geht es darum, den Anbau in Europa zu steigern und es wird um die Freigabe von Flächen für die Nahrungsmittelproduktion diskutiert. Im Focus stehen vor allem Soja und Körnermais. Es bleibt zu hoffen, dass die dazu erforderliche Abstimmung im Bundesrat am 8. April 2022 positiv verläuft.

Im Bereich der ökologischen Produktion gibt es dagegen weniger Probleme. Und Panik zu schüren, ist übertrieben und wenig hilfreich. Das gilt auch für gentechnikfreie Futtermittel, die ausreichend zur Verfügung stehen. Bio bedeutet zudem flächengebundene Produktion. Das heißt, dass bei Biobetrieben ein bedeutender Teil des Futters aus eigenem Anbau stammt. Einige Siegelprogramme fordern sogar 100 Prozent Futter aus eigener Produktion; deshalb sind Verbandsbetriebe aktuell deutlich weniger betroffen als Betriebe ohne die Vorgabe einer flächengebundenen Produktion (EU-Bio).

Engpässe kann es jedoch für bestimmte Eiweißfutterkomponenten geben, weshalb viele Verbände fordern, den Anteil konventioneller Eiweißfuttermittel im Geflügelbereich auf bis zu 5 Prozent konventionelle Futtermittel anzupassen. 

Bio hat im Bereich der Eierproduktion eine sehr hohe Bedeutung. Der Anteil aus ökologischer Erzeugung dürfte in diesem Jahr 15 Prozent erreichen, während er im Mastbereich unter 2 Prozent liegt. 

 

(CD)
Bild: (CD)

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